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Junge Liberalen fühlen sich bestätigt


JuLis informieren die Bürger auf dem Kaiserplatz über die Pläne

Wie die Jungen Liberalen bei der persönlichen Befragung der Gewerbetreibenden auf der Peterstraße erfuhren, wurden diese bisher in keiner Weise von der Stadt in den Planungsvorgang mit einbezogen. „Dabei sind sie diejenigen, die wichtig für das Leben im unserem Stadtkern sind" so Julis Vorsitzender Sebastian Gust. „Es ist für uns auch verständlich“, so Gust weiter, „dass die Geschäftsleute um ihre Existenz fürchten, wenn eine ca. zwei Jahre dauernde Baustelle auf dem Kaiserplatz eingerichtet werden soll, die zudem die Bürger der Stadt mind. eine Mio. Euro kosten soll“.

Die Jungen Liberalen fühlen sich auch vom Ergebnis der Fraktionssitzung der FDP zum Thema Kaiserplatz-Umbau, in ihrer Einschätzung bestätigt, die jetzigen Planungen abzulehnen. Auch eine kostenpflichtige Parkraumbewirtschaftung (Anwohnerparkausweise) lehnen die JuLis ab. Darin sehensie den Einstieg in eine flächige kostenpflichtige Parkraumbewirtschaftung.

Nahezu alle Anwesenden zweifelten die Richtigkeit des Parkraumgutachtens an, da lediglich an zwei Tagen die parkenden KFZ gezählt wurden, der Extra Parkplatz eingerechnet wurde und teilweise mit falschem Zahlenmaterial gerechnet wurde. So sind derzeit nicht nur 70 sondern über 85 Parkplätze auf dem Kaiserplatz vorhanden. Wenn diese auf 37 reduziert werden sollen, werden dabei keinerlei Veranstaltungen z.B. im Schiffersaal berücksichtigt. Auch bezweifelten die Anwesenden, dass bei einer Umgestaltung in dieser Form, der Kaiserplatz noch für das Schützenfest oder andere Veranstaltungen, z.B. Cityfest, nutzbar ist. Zudem kostet diese Planung die Bürger der Stadt mind. eine Mio. Euro und die Folgekosten sind immer noch nicht bekannt.

Stephan Krogull ergänzt: "Natürlich wollen wir eine schönere Stadt und sehen ein, dass der Kaiserplatz in seiner jetzigen Form sanierungsbedürftig ist. Allerdings geben wir zu bedenken, dass die aus Kostengründen verschobene Sanierung des Konrad-Adenauer Parks in unseren Augen Vorrang hat. Auch fehlt uns ein Gesamtkonzept um den Innenstadtbereich attraktiver zu machen. Wir sind der Meinung, dass ein gut und ansprechend gestalteter Parkplatz, mit wenig Verlust an Stellplätzen, im Zentrum für die Bürger mehr Vorteile hat und auch noch deutlich kostengünstiger ist."

Die Jungen Liberalen rufen alle Betroffenen und Willicher Bürger auf, an der öffentlichen Anhörung der Verwaltung teilzunehmen und ihre Meinung zu vertreten. Die Anhörung zur aktuellen Planung der Neugestaltung des Kaiserplatzes ist am 4. März um 19.00 Uhr in der Schule am Mühlenfeld.

[Autor: Stephan Krogull]